Mögliche Lösungsansätze

Investitionsprogramm I- 4140-001 Kindergärten allgemein
Die CDU- Fraktion stellt folgenden Antrag mit Unterpunkten
Antrag:
Der Ansatz von 20.000,- € für die B- Planung im Bereich der Sportplätze und weitere damit zusammenhängende Planungen für einen neuen Kindergarten in diesem Bereich wird gestrichen. Die Verwaltung untersucht zunächst umfangreich und detailliert weitere denkbare Lösungsansätze und legt sie mit Kostenvorstellungen dem Gemeinderat zur weiteren Beratung und Entscheidung vor.
Begründung:
Ziel des Antrages ist ein Überdenken der strategischen Neuausrichtung der räumlichen Kindergartenplanungen für die kommenden Jahre, sollten denn weitere Schritte notwendig werden. Und allem Anschein nach wird dies der Fall sein. Auch die CDU - Fraktion möchte im Laufe des Jahres zu einer fundierten Beschlusslage kommen, allerdings unter Einbeziehung weiterer Überlegungen und Informationen für den GR.
In diesem Zusammenhang ist die Planung und der Bau eines weiteren, neuen Kindergartens in Modulbauweise - auch als Interimslösung - für die CDU- Fraktion aus verschiedenen Gründen nicht unbedingt die richtige Problemlösung, um eine zukünftige Unterbringung der Kinder befriedigend zu lösen.
Dabei weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die CDU-Fraktion mit der Arbeit der Verwaltung in Kindergartenfragen- insbesondere mit den seit Jahren erfolgreichen Bemühungen von Herrn Steinmaier - sehr zufrieden ist. Die Gemeinde Wannweil hat - in Zusammenarbeit mit den Kirchen - seit Jahren eine weitgehend optimale Versorgung unserer Kinder sichergestellt.
Wie im vergangenen Seminar deutlich wurde, ist mit einer weiteren Zunahme der Kinder zu rechnen und richtigerweise beschäftigen wir uns frühzeitig mit Lösungsansätzen, von denen es durchaus verschiedene geben könnte.
Mit Einstellung der Planungskosten in Höhe von 20.000,- € legt sich die Verwaltung allerdings bereits unnötigerweise auf eine bestimmte Variante fest. Dagegen soll unser Antrag dem GR eine zukünftige Entscheidung auf breiter Grundlage und damit eine fundierte Beschlusslage ermöglichen, die möglichst viele Gesichtspunkte einbezieht und in entsprechenden Drucksachen nachvollziehbar ist.

Im Einzelnen wird zu möglichen Lösungsansätzen folgendes ausgeführt:
1. Ausbau Kindergarten Regenbogen
Bereits ökonomische Überlegungen lassen den Bau eines weiteren Kindergartens in Modulbauweise zunächst problematisch erscheinen. Synergieeffekte im wirtschaftlichen und personellen Bereich werden nicht genutzt. Hohe Investitionskosten bedeuten, das Geld fehlt an anderer Stelle und erneute hohe Abschreibungen belasten die zukünftigen Haushalte.
Hohe Priorität hat für die CDU- Fraktion deshalb der weitere Ausbau des Kindergartens Regenbogen in der Jahnstraße für eine weitere Gruppe. Wir erinnern daran, dass der Bau exakt aus dem Grund so geplant und gebaut wurde, um bei Bedarf eine weitere Gruppe unterzubringen. Dies sollte dann auch so erfolgen.
Positive Synergieeffekte liegen auf der Hand. Entstehende etwaige Probleme sind zufriedenstellend lösbar. Die Umbauphase kann Z.Bsp. in den großen Ferien zum großen Teil bewältigt werden. Der zu kleine Spielbereich für eine weitere Gruppe kann auch nicht das Argument sein, diese Lösung auszuschließen, denn in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten befindet sich ein neuer, schöner Spielplatz beim ehemaligen Feuerwehrgelände. Dieser ist vollkommen gefahrlos über den Spazierweg entlang der Echaz zu erreichen und die Gruppen können sich hierbei tageweise bei "Ausflügen" abwechseln. Auch der Sportplatz steht zumindest morgens für Spiele zur Verfügung.
Es gibt also nach Auffassung der CDU- Fraktion keinen Grund, die Lösung KiGa Regenbogen nicht als hohe Priorität zu betrachten.

  1. Thema Waldkindergarten
    Auch das Thema Waldkindergarten hat für uns hohe Priorität. Waldkindergärten liegen allerorten aus verschiedenen Gründen im Trend und werden stark nachgefragt. Es ist deshalb zu diskutieren, ob es in Wannweil eine zweite Waldkindergartengruppe geben könnte. Die Investitionskosten liegen bei ca. 150.000,- €, sind also deutlich geringer und vor allem könnten - bei einer Interimslösung - Wagen und Einrichtung möglicherweise nach ein paar Jahren wieder verkauft, oder aber schon gebraucht gekauft werden. Zu prüfen wäre in unserem Falle, ob ein zweiter Wagen am bisherigen Standort möglich ist. Dann wären die Kosten für Anschluss usw. noch geringer. Ein möglicher Standort wäre aber auch in unmittelbarer Nähe zur Schule/ Uhlandhalle denkbar und zu prüfen.

    1. Thema Tigergruppen - Tagesmütterverein - Räumlichkeiten in der Schule
      Auch in Wannweil gibt es oben in der Schule eine Tigergruppe, die seit Jahren mit Erfolg arbeitet.
      In Walddorfhäslach zum Beispiel gibt es 5 Tigergruppen, die dort komplett den Bereich der knapp 50 u3 - Kinder abdecken. Diese andere strukturelle Herangehensweise entlastet dabei einerseits die "normalen" Kindergartengruppen und wird andererseits auch den Bedürfnissen der u-3 Kinder sehr gut gerecht. Die Tiger werden vom Tagesmütterverein betreut. Nähere Infos dazu sind der Verwaltung ja bekannt.
      Die Einrichtung eines Tigers hat nicht nur, aber gerade auch unter finanziellen Gesichtspunkten gewisse Vorteile und deshalb ist auch die Einrichtung eines od. mehrerer weiterer Tiger eine Option, die bedacht und durchkalkuliert werden sollte. Vor allem aber ist eine solche Einrichtung auch relativ flexibel handelbar.
      Klar ist, man benötigt dazu geeignete Räumlichkeiten, die sich möglicherweise in der Schule oder anderswo finden lassen. ( siehe z.Bsp. unsere neue Maikäfergruppe in der Marienstraße)
  2. Theoretisch Denkbare Erweiterung evangelischer Kindergarten
    Diese Option wäre zunächst unter räumlichen Gesichtspunkten denkbar, denn Platz bzw. Fläche wäre dort noch vorhanden.
    Zu prüfen wäre im Gespräch mit der evangelischen Kirche eine dauerhafte Erweiterung des bestehenden Kindergartens für eine Gruppe, sei es durch Hinzunahme der dortigen Wohnung oder durch einen geeigneten Anbau.

  3. "Klassische Tagesmütter"
    Es gibt Gemeinden, in denen Tagesmütter eine nicht zu vernachlässigende Rolle bei der Kinderbetreuung der Gemeinde spielen. Dieses Instrument sollte auch in Wannweil weiterhin aktiv beworben werden. Wir haben dazu in den vergangenen Jahren - gerade auch durch Anträge unserer Fraktion - in unserer Gemeinde sehr gute Voraussetzungen für die Tagesmütter geschaffen.

  4. Ausschöpfung von Notplätzen
    Letztlich ist die Vielzahl unserer Einrichtungen und Kindergruppen mit den unterschiedlichen Angeboten und Betreuungszeiten für den Laien nur noch schwer überschaubar. Vielzahl bedeutet aber auch, dass mögliche Notsituationen auf verschiedene Schultern verteilt werden können. Es muss deshalb auch eine (Not-)Option sein, bei Bedarf vorübergehend und über einen gewissen Zeitraum zusätzlich Kinder in unseren bestehenden Einrichtungen unterzubringen und auf die Gruppen zu verteilen.
    Die Verwaltung möge bitte darlegen, was in diesem Zusammenhang im Grundsatz möglich ist.

Fazit:
Auch die CDU- Fraktion hat ein hohes Interesse an einer möglichst guten Kinderbetreuungssituation in unserer Gemeinde. Aber wenn wir die wichtigen Gesamtaufgaben in unserer Gemeinde dauerhaft weiterhin gut lösen möchten, müssen wir auch die finanzielle Situation betrachten und etwaige Spielräume nutzen.
Wir haben noch ausreichend Zeit für Überlegungen. Die Verwaltung möge deshalb zunächst denkbare Lösungsansätze und Problemstellungen dem GR vorlegen. Erst dann sollte sich der GR mehrheitlich für eine Richtung entscheiden.

Für die CDU- Fraktion E. Herrmann

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